Blog von Lutz Nelde

Mein Berliner Blog im Prenzl Berg

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Duisburg und nun

Erstellt von LuNe am Samstag 21. August 2010

Seit Tagen überlege ich den Ereignissen um Loveparade in  Duisburg einen Beitrag zu schreiben. Es fällt mir echt schwer. Ich war dort nicht dabei, habe aber alles gelesen und gesehen was die Medien berichtet haben. Natürlich bin auch ich betroffen von dem was dort passierte. Ich gehe davon aus, dass die dafür zuständigen Institutionen alles untersuchen und Schuldige ermitteln.

Was mich bewegt ist, wie geht es nun weiter damit sowas möglichst nie wieder passiert. Und das beschäftigt mich wirklich Tag und Nacht, weil ich in diesem Metier arbeite und weiß wie es es bei Vermietern, Veranstaltern, Sicherheitsdiensten usw. tickt. Eines kann ich versichern, an den Leuten, die für die Sicherheit, einschl. Sanitäts- und Rettungsdienste zuständig sind liegt es am Wenigstens.

Wenn ich alles schreibe, was mir so durch den Kopf geht, dann wird es kein Blogbeitrag, sondern ein Buch. Was mir sehr am Herzen liegt, es muß endlich klare Vorgaben über die die Sicherheit bei der Durchführung von Veranstaltungen (nicht nur Großveranstaltungen) geben. Für den Einsatz von Sicherheitsmitarbeitern gibt es nur Faustregeln, Empfehlungen. Bei diesen Veranstaltungen kommen in aller Regel immer andere, unterschiedliche Sicherheitsunternehmen zum Einsatz, die keine Ahnung von den Bedingungen vor Ort, sprich Objektkenntnisse, haben. Einweisungszeiten gibt es kaum und werden von den Veranstaltern nicht bezahlt. Die Sicherheitskräfte selbst, von denen man nicht nur dicke Oberarme erwartet, sondern Rechtskenntnisse, psychologisches Wissen und Lebenserfahrung (gegebenenfalls Fremdsprachenkenntnisse) werden unterirdisch bezahlt. Ihre Ausbildung als Sicherheitsmitarbeiter endet in aller Regel mit einem vom Gesetzgeber vorgeschriebenen einwöchigen Lehrgang mit einer Sachkundeprüfung nach §34a Gewerbeordnung. Danach ist bis auf wenigen Ausnahmen Schluß mit Ausbildung. Das größte Manko besteht meines Erachtens hauptsächlich darin, dass Veranstalter nur auf hohen Profit aus sind und aus Kostengründen Sicherheitspersonal auf ein Minimum reduzieren. Ich habe das gerade vor kurzem erst wieder erlebt bei einem Techno-Event und ich denke mit Grauen an das Kommende, zumindest bei dem jetzigen Stand der Veranstaltungs-, Sicherheits- und Brandschutzkonzeptionen.

Vielleicht bin ich ein Träumer, weil ich hoffe, dass es rechtliche Konsequenzen geben wird. Leider wird unser einer nicht gefragt.

Meine Empfehlungen:

- rechtlich verbindliche Vorgaben für Veranstaltungen je Veranstaltungsgröße

- je Veranstaltungsort/objekt ein Rahmensicherheitskonzept unter Berücksichtigung der Veranstaltungsart, einschl. Pflicht für Risikobewertung

- Ausbildung für Führungskräfte, z.B. Einsatzleiter, Supervisor mit anerkannten Qualifikationsnachweis

- unmittelbar vor Veranstaltungsbeginn unterzeichnen alle rechtlich Verantwortlichen (Veranstalter, Sicherheitsdienst, Sanitäter, Brandschutzverantwortliche, Polizei, Kreis/Bezirksbehörde, …) eine Unbedenklichkeitserklärung (fehlt eine Unterschrift findet die Veranstaltung nicht statt)

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Sicherheit in WordPress

Erstellt von LuNe am Montag 19. Januar 2009

Auf so einigen Blogs habe ich gerade gelesen zum Thema Sicherheit in WordPress.
Dort wird u.a.das  WP-Plugin Limit Login Attempts empfohlen.
Dieses Plugin sperrt nach einer vorher festgelegten Anzahl falscher Passwörter beim Login den Zugang für eine ebenfalls vorher festgelegte Zeit.
Damit wird zumindest der Versuch Passwörter zu erraten erschwert.

Aus gegebenen Anlaß habe ich dieses Plugin mal aktiviert.

Zur Vervollständigung sollte man auch mal lesen was Sergej noch an Hinweise und Tipps hat. Sicherheit in WordPress: 5 Schritte zum Schutz des Admin-Bereichs.

Auf das Plugin verweisende Blogs:
seit1986

WordPress sicherer machen

Limit Login Attempts – für die Sicherheit Deines Blogs

bei Caschy

bei dimido

Das Plugin findest du hier

Einen Screenshots für Einstellungen im Backend findest du hier: devel.kostdoktorn

Alternativ wird das Login LockDown Plugin empfohlen bei:
hansi.unblogged
sizlopedia

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Was gegenwärtig in Deutschland abgeht-Teil 3-Mitarbeiterüberwachung

Erstellt von LuNe am Donnerstag 3. April 2008

Zwei Vorbemerkungen: Erstens. Eigentlich wollte ich das Folgende gar nicht thematisieren. Ich sehe mich aber fast gezwungen dazu.  Zweitens. Da ich im Bereich Sicherheitsdienste selbst tätig bin, unterliege ich, letztlich um meines Jobs willen, der Verschwiegenheitspflicht und Vertraulichkeit. Daher kann ich keine detailiierten Angaben machen und muß leider etwas allgemein bleiben.
So nun aber zum Thema. Es ist sicherlich allgemein anerkannt, dass man insbesondere im Handel, aber nicht ausschließlich, Überwachungstechnik in Kundenbereichen einsetzt um möglichst Diebstähle zu verhindern oder aufzuklären. Es ist meines Erachtens ok, wenn in konkreten Verdachtsfällen von Straftaten durch Mitarbeiter diese zielgerichtet überwacht werden. Ich kenne das aus meiner Vergangenheit als Filialleiter einer Postfiliale (damals PostPlus, ein Project und Tochterunternehmen der Post).
Was jetzt aber bei Lidl, Schlecker, Plus, Edeka und den vermutlich (noch) nicht öffentlich genannten Handelsketten abgelaufen ist und/oder noch abläuft kann man wirklich mit dem Begriff Skandal bezeichnen. Durch ein Gespräch vor längerer Zeit mit einem Mitarbeiter einer Installationsfirma für solche Anlagen weiß ich, daß es viel mehr gibt als die Beschäftigten und Betriebsräte wissen.

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Wachschutz an Berliner Schulen – Teil 2

Erstellt von LuNe am Mittwoch 26. Dezember 2007

Wissenswertes zu Sicherheitsdiensten
siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Werkschutz + http://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheitsdienst

Sicherheitsdienste sind private Unternehmen, die von Firmen, Organisationen oder Behörden eingesetzt werden, um Ordnung und Sicherheit in deren Verantwortungsbereichen zu gewährleisten.
Der Generalauftrag für Sicherheitsdienste lautet: Durch Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung, Gefahren und Schäden abzuwenden.
Grundlagen für die Tätigkeit der Sicherheitsdienste sind insbesondere die Gewerbeordnung, die Bewachungsverordnung, das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und das Strafgesetzbuch (StGB) sowie die Strafprozeßordnung (StPO). Natürlich kommen noch weitere Gesetze und Verordnungen hinzu.
Was man wissen sollte!

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Wachschutz an Berliner Schulen – Teil 1

Erstellt von LuNe am Donnerstag 13. Dezember 2007

Der Versuch einer Analyse
Ich habe in der Presse die Berichte über den Einsatz von privaten Sicherheitsdiensten an Berliner Schulen mit Interesse verfolgt.
Es ist vielleicht ein Schritt in die richtige Richtung um erstmal wieder eine gewisse Ruhe und Ordnung in die Schulen zu bekommen.
ABER: jeder sollte gleichzeitig wissen, daß damit die tatsächlichen Ursachen für Gewalt an Schulen nicht beseitigt werden und ich sehe leider auch keinen kurzfristigen Weg dafür.
Die Gesellschaft hat in den letzten 30/40 Jahren weg geschaut. Ich meine damit insbesondere die sozialen Ursachen für Gewalt. Das betrifft Elternhäuser wie Behörden gleichermaßen.

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