Berlin-München und zurück
Erstellt von LuNe am Donnerstag 7. Mai 2009
Ich bin am 31.01.2001 von Berlin Nach Bayern/München/Grafing ausgewandert. Das hatte berufliche Gründe und es war auch sehr stark geprägt durch private Ursachen.
Damals hatte mir ein wirklicher Freund gesagt: "Entweder finde dich mit deiner Situation ab oder ändere was". Er hatte damit sehr Recht. Ich hatte mit dem Umzug geändert. Der Satz von ihm wurde für mich zu einem Leitspruch, nicht nur für mich. Diesen Schritt habe ich bis heute nicht bereut. Hätte ich ihn nicht gemacht, damals, würde ich mich immer wieder gefragt haben, was wäre gewesen wenn,…. .
Nun bin ich schon 8 Jahre hier. Wie es im Leben halt immer so ist, nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung. Zu einem sicher nicht geringen Teil lag und liegt es auch an mir. Es bringt nichts die Schuld bei anderen zu suchen, man muß ehrlich mit sich selbst sein. Dennoch wuchs insbesondere im letzten halben Jahr meine Unzufriedenheit. Das hatte vor allem Ursachen im beruflichen Umfeld und privat durch die Geburt meines Enkels. Noch nie vorher hatte auf einmal so ein Heimweh nach meiner Familie, meinen Kindern, meinen Geschwistern.
In einem Beitrag in diesem Blog am Freitag 11. Januar 2008 schrieb ich unter dem Titel "gemischte Gefühle" wie scheinbar auch meine Familie sich wünschte, dass ich wieder nach Berlin zurück komme. Irgendwie habe ich niemals das Gefühl verloren, dass ich meine "Kinder" im Stich gelassen hatte. Sie haben das nie gesagt, im Gegenteil. Sie hatten mir zugesprochen und wollten, dass ich wieder ein neues Glück finde. Ich habe wirklich super Kinder. Aus meiner Sicht hat uns oftmals die Entfernung nicht getrennt, sondern viel stärker zusammen geführt. Sohn, als auch Tochter, nie hatten wir vorher solche offenen Gespräche geführt. Jeder hat den/die andere ins Herz schauen lassen. Ich wünsche mir, dass es so bleibt.
Nun habe ich für mich entschieden und schon Tatsachen geschaffen, um den gegenwärtigen Lebensabschnitt abzuschließen und einen Neuen zu beginnen.
Ich bin heute aus Berlin nach einem Kurzbesuch zurück und habe einen neuen Job bei meiner "alten" Firma und eine neue Wohnung in Prenzlauer Berg in der Tasche.
Hier sei nochmals an den Leitspruch meines besten Freundes erinnert, abfinden oder ändern. Nun steht natürlich wieder viel Stress ins Haus mit dem Umzug. Auch die finanzielle Belastung ist nicht ohne. Meine Familie wird mich im Notfall aber wohl unterstützen.
Ich freue mich auf das, was da kommt, auch wenn über dem Einen oder Anderen noch ein Schleier hängt.
Was mir den Umzug nicht ganz so leicht macht, außer dem schon Geschriebenen ist, dass ich meinen besten Freund Jens und seine Frau Gabi und einen Kollegen sowie einen ehemaligen Kollegen zurück lasse, die mir sehr ans Herz gewachsen sind sowie meine befreundete Familie (auch ehemalige Berliner) Regina, Uwe und Bianca in Schweitenkirchen (bei Pfaffenhofen).
Aber alle haben mir bestätigt, arm dran ist, wer keine wirklichen Freunde hat und wirkliche Freunde lassen einen auch ziehen, wenn die Situation es erfordert. Ihnen alle danke ich von ganzem Herzen für die gemeinsamen Jahre und ihre immer vorhandene Hilfsbereitschaft. Ohne sie alle, wer weiß, was aus mir geworden wäre.
Wann immer sie wollen und ich kann, werden sie herzlichst eingeladene Gäste sein. Naja meine beiden Bayern müssen dann ja mal in die Hauptstadt kommen :-D
Tags: privat, Berlin, Ebersberg, Familie, Freund, Freunde, Gefühle, Grafing, Heimweh, Kollegen, Lebensabschnitt, München, Prenzlauer Berg, Umzug, Wohnung
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