Blog von Lutz Nelde

Mein Berliner Blog im Prenzl Berg

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Bin ich Glücklich?

Erstellt von LuNe am Samstag 15. August 2009

Komische Frage? Für mich nicht. Irgendwie bin ich so richtig gut drauf. Der Umzug von Bayern nach Berlin hat mir sehr gut getan. Anscheinend habe ich genau den richtigen Zeitpunkt erwischt. Es ist für mich schon fast wieder wie unwirklich. Die letzten Jahre seit der Trennung (die mir sehr sehr zugesetzt hat /te) haben mir in Bayern viele neue Eindrücke ermöglicht. Ich habe sehr nette Menschen kennen und einige schätzen gelernt. Eine Zeit die ich nicht missen möchte. Bayern ist ein wunderschönes Bundesland. Wer mal in den Bergern (oder deren faßbare Nähe) Sonnenauf-und Untergang dort gesehen hat, der wird mir sicher zustimmen. Besonders während dieser Zeit habe ich sowohl den Unterschied zwischen Frend/e und Bekannte erfahren, als auch wie wichtig die wirklichen Freunde sind. Jens, Gabi, Astrid, Thomas, Schorsch, Uwe, Regina: Ich danke euch von ganzem Herzen für eure Freundschaft, euren Rat, eure Unterstützung, für das Zusammensein oder einfach ausgedrückt: das es euch gab und hoffentlich auch trotz der Entfernung weiterhin geben wird.
Ich glaube sogar trotz der großen Entfernung hat sich das Zusammengehörigkeitsgefühl  zwischen mir und meinen”Kindern” viel stärker heraus geprägt.
Und seit dem mein kleiner Enkel da ist, bin ich überglücklich ihn auch tatsächlich vor Ort aufwachsen zu sehen.

Jobmäßig und auf Ebene der Familie bin ich superglücklich (wenn auch nicht ganz sorgenfrei). Ich hatte nicht erwartet, dass ich vom Inhalt meines Jobs her noch einmal so motiviert (fas euphorisch) sein kann. Ich freue mich so sehr ab nächste Woche so richtig einzusteigen. Ich bin echt froh, dass mir mein Arbeitgeber, die WISAG (trotz meines Alters + das ich vor einigen Jahren die Firma verlassen mußte) diese Chance gibt. Wenn ich sage, ich werde Objektleiter (für ca. 40 Mitarbeiter) in der Sicherheitsbranche, werden einige wohl lächeln (ist meist sehr abwertend). Ist mir aber egal. Ich sehe für mich nicht nur noch einmal eine Chance, sondern eine Herausforderung, die wieder Sinn in mein Leben bringt. Sicher, im Moment Lebe ich irgendwie auf Wolke 7 und ich hoffe auch das es noch ein bisschen so bleibt. Natürlich weiß ich, dass es nicht so bleiben wird. Nur ich habe wieder Spaß am Leben und das macht vielleicht auch Mut und Zuversicht auf das, was zum privaten Glück zur Zeit fehlt. Bei aller Freude über den Job, er ist leider, für alle Mitarbeiter in dieser Branche, sehr schlecht bezahlt. Was fehlt mir noch: Ich lebe seit der Trennung 1997 alleine. Zugeben muß ich, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dass ich nicht viel dazu getan habe um eine neue Beziehung zu finden. Manchmal glaube ich auch, dass ich inzwischen gar nicht mehr beziehungsfähig bin. Außerdem entwickelt man mit zunehmenden Alter seine eigenen Macken. Und Gelegenheiten hatte ich durch den damaligen Job auch nicht bis kaum.
Wenn es noch an etwas fehlt, dann ist es die Nähe zu meinen Freunden (siehe oben).

So und nun bitte mich nicht kneifen. Vielleicht wird mein Leben doch nochmal schön.

PS: An alle Partnervermittlungen: Bitte erspart mir Spammails und/oder sonstige zwielichtige Angebote.

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Berlin-München und zurück

Erstellt von LuNe am Donnerstag 7. Mai 2009

 Ich bin am 31.01.2001 von Berlin Nach Bayern/München/Grafing ausgewandert. Das hatte berufliche Gründe und es war auch sehr stark geprägt durch private Ursachen.

Damals hatte mir ein wirklicher Freund gesagt: "Entweder finde dich mit deiner Situation ab oder ändere was". Er hatte damit sehr Recht. Ich hatte mit dem Umzug geändert. Der Satz von ihm wurde für mich zu einem Leitspruch, nicht nur für mich. Diesen Schritt habe ich bis heute nicht bereut. Hätte ich ihn nicht gemacht, damals, würde ich mich immer wieder gefragt haben, was wäre gewesen wenn,…. . 

Nun bin ich schon 8 Jahre hier. Wie es im Leben halt immer so ist, nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung. Zu einem sicher nicht geringen Teil lag und liegt es auch an mir. Es bringt nichts die Schuld bei anderen zu suchen, man muß ehrlich mit sich selbst sein. Dennoch wuchs insbesondere im letzten halben Jahr meine Unzufriedenheit. Das hatte vor allem Ursachen im beruflichen Umfeld und privat durch die Geburt meines Enkels. Noch nie vorher hatte auf einmal so ein Heimweh nach meiner Familie, meinen Kindern, meinen Geschwistern.

In einem Beitrag in diesem Blog am Freitag 11. Januar 2008 schrieb ich unter dem Titel "gemischte Gefühle" wie scheinbar auch meine Familie sich wünschte, dass ich wieder nach Berlin zurück komme. Irgendwie habe ich niemals das Gefühl verloren, dass ich meine "Kinder" im Stich gelassen hatte. Sie haben das nie gesagt, im Gegenteil. Sie hatten mir zugesprochen und wollten, dass ich wieder ein neues Glück finde. Ich habe wirklich super Kinder. Aus meiner Sicht hat uns oftmals die Entfernung nicht getrennt, sondern viel stärker zusammen geführt. Sohn, als auch Tochter, nie hatten wir vorher solche offenen Gespräche geführt. Jeder hat den/die andere ins Herz schauen lassen. Ich wünsche mir, dass es so bleibt.

Nun habe ich für mich entschieden und schon Tatsachen geschaffen, um den gegenwärtigen Lebensabschnitt abzuschließen und einen Neuen zu beginnen.

Ich bin heute aus Berlin nach einem Kurzbesuch zurück und habe einen neuen Job bei meiner "alten" Firma und eine neue Wohnung in Prenzlauer Berg in der Tasche.

Hier sei nochmals an den Leitspruch meines besten Freundes erinnert, abfinden oder ändern. Nun steht natürlich wieder viel Stress ins Haus mit dem Umzug. Auch die finanzielle Belastung ist nicht ohne. Meine Familie wird mich im Notfall aber wohl unterstützen.

Ich freue mich auf das, was da kommt, auch wenn über dem Einen oder Anderen noch ein Schleier hängt.

Was mir den Umzug nicht ganz so leicht macht, außer dem schon Geschriebenen ist, dass ich meinen besten Freund Jens und seine Frau Gabi und einen Kollegen sowie einen ehemaligen Kollegen zurück lasse, die mir sehr ans Herz gewachsen sind sowie meine befreundete Familie (auch ehemalige Berliner) Regina, Uwe und Bianca in Schweitenkirchen (bei Pfaffenhofen).

Aber alle haben mir bestätigt, arm dran ist, wer keine wirklichen Freunde hat und wirkliche Freunde lassen einen auch ziehen, wenn die Situation es erfordert. Ihnen alle danke ich von ganzem Herzen für die gemeinsamen Jahre und ihre immer vorhandene Hilfsbereitschaft. Ohne sie alle, wer weiß, was aus mir geworden wäre.

Wann immer sie wollen und ich kann, werden sie herzlichst eingeladene Gäste sein. Naja meine beiden Bayern müssen dann ja mal in die Hauptstadt kommen :-D

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Babyshow in Berlin

Erstellt von LuNe am Dienstag 17. März 2009

Heute nun ist es soweit. Ich fliege mit germanwings um 11:40 Uhr ab München nach Berlin, um endlich meinen am 15.02.2009 geborenen Enkel Hagen live zu sehen.

Mein Spatzl Bild 1

Mein Spatzl Bild 2

Ich bin meiner Tochter und ihrem Freund/Mann sehr dankbar, dass sie mir ermöglichen, nach meinem kürzlichen Weihnachtsbesuch, meinen kleinen Enkel zu sehen.

Aus bestimmten Gründen wird es auch nur ein sehr kurzer Berlin-Aufenthalt.

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Nachbetrachtungen

Erstellt von LuNe am Sonntag 4. Januar 2009

 

Die ersten Tage des neuen Jahres 2009 sind nun schon vorbei und auch mein Urlaub (seit 23.12.2008) neigt sich dem Ende.
Nach zwei Jahren Berlin-Abstinenz war ich endlich wiedermal in meiner Heimat Berlin und insbesondere bei meinen "Kindern" und meiner Familie.
Diesesmal hatte ich zwar auch nicht mehr Zeit, ich war nur 6 Tage dort, jedoch hatte ich die Anzahl der Besucher reduzieren müssen. Dadurch konnte ich mehr in Familie sein, was mir sehr wichtig war.
Heilig Abend habe ich mit meinen Kindern bei den sehr netten Schwiegereltern in spe meiner Tochter verbracht. Sehr rührend habe sie uns einen sehr angenehmen Weihnachtsabend beschert. Da unsere finanziellen Möglichkeiten sehr eingeschränkt sind, hatten wir uns im Sinne eines Julklapps gegenseitig beschenkt. Dazu hatte vorab jeder ein Los gezogen mit dem Namen, den er/sie zu beschenken hatte. Da ich sehr bescheidene Kinder habe war dennoch die Freude über ein Geschenk groß.

Ersten Feiertag waren mein Sohn und ich bei meiner großen Schwester auf Ihrem Grundstück am Rand von Berlin. Mein Neffe und seine Frau, die dort auch wohnen,  haben uns einen Putenbraten serviert. Das war lecker. Ihr Junge hatte mich zum ersten mal gesehen, ist 1 1/2 Jahre, war gar nicht so scheu wie zuvor gedacht und auch der Haus- und Hofhund war mit unserem Besuch einverstanden.

Den zweiten Feiertag war ich dann bei meinem Sohn zu Hause. Oh, oh, er hatte extra das Wohnzimmer renoviert! Schön wenn die eigenen Kinder noch Respekt haben vor ihrem Vater :) . Nein, ich war sehr beeindruckt von meinem Sohn wie er sein Leben meistert. Er hat es aus verschiedenen Gründen nicht leicht.

Am Abend war die ganze Familie dann bei meiner kleinen Schwester, ihrem Mann und Sohn eingeladen. Irgendwie ist das schon komisch, wenn ich von meiner großen (69 J.) und meiner kleinen (63) Schwester schreibe. Ist aber halt so. Lange haben wir so nicht zusammen gesessen. Auf bitten meiner Tochter wurde auch ein Familienfoto, bis dahin gab es noch gar keins, gemacht. Es klingt an dieser Stelle bestimmt nicht gut, nur ich habe echt immer die Angst, dass irgendwann mal eine/r nicht mehr dabei ist. In den vergangenen Jahren haben wir schon unsere Mutter verloren (+ 2000) und einen Schwager auch (+ 2005). Das bedrückt mich wirklich sehr. Dazu kommt, dass meine kleine Schwester eine sehr schwere und nicht wirklich heilbare Krankheit hat. Ja es macht mir Angst und ich schäme mich nicht, das auch zu schreiben. Ich weiß aber auch, daß sie kämpfen kann und wird.

Der Tag der Rückreise kam näher. Davor war noch ein kurzer Besuch im Zentrum von Berlin, d.h. vom Alex (Neptunbrunnen/Weihnachtsmarkt) über Nikolai-Viertel, an der Baugrube des ehemaligen Palast der Republik, Gandarmenmarkt, Unter den Linden und zurück am Berliner Dom vorbei. Gut das Nadine´s Schwiegereltern das vorgeschlagen hatten. Ich kann gar nicht alles schreiben was mir zu dem allen noch im Kopf herum schwirrt. Es würde diesen Beitrag sprengen.

Ich kann und möchte nicht diesen Teil hier beenden, ohne was zu meiner Tochter zu schreiben. Ich war bei ihr und ihrem Freund während meines Aufenhalts zu Gast. Es ist schon komisch, wenn man bei seinen eigenen Kindern in deren Wohnung ist. Schließlich war es ja in der Vergangenheit eher anders herum. Ich bin den beiden sehr dankbar, dass ich dort sein durfte. Naja als Vater schaut man schon gerne hinter die Kulissen wem man seine Tochter anvertraut. Anvertraut ist eigentlich das richtige Wort. Ich traue und vertraue ihm. Er ist ein netter, höflicher und zuvorkommender junger Mann. Na gut, "jung" ist relativ. Immerhin wird er in den nächsten Tagen 30 Jahre :)

Die Beiden und die ganze Familie sind in großer Erwartung auf die Geburt ihres Jungen. Er wird Hagen heißen und soll Ende Januar/Anfang Februar das Licht der Welt erblicken. Ich glaube, ich bin genauso aufgeregt wie sie. Was mir noch aufgefallen ist, es spricht vielleicht nicht gerade für mich, aber ihre Schwangerschaft nehme ich trotz unserer Entfernung von 650 Km bewußter war, als bei ihrer Geburt bzw. bei meinem Sohn. Ich kann es nicht erklären. Möglicherweise ist aber gerade dieser räumliche und zeitliche Abstand. Damals war es irgendwie Teil des Alltags. Es war einfach da. Es war sehr schön wie sie meine Hand auf ihren Bauch gelegt hat und er hat mich wohl erkannt und sich in ihr ganz groß gemacht, als wollte er mir die Hand schütteln. 

Oh ja, die Abfahrt zurück nach Ebersberg fiel mir nicht leicht. Wie oft werde ich gefragt wieder zurück nach Berlin zu kommen. Das ist aber einfacher gesagt als getan. Es gibt da sehr objektive, insbesonder schwerwiegende finanzielle Probleme, mal ganz abgesehen von einem Job + das Einkommen in Berlin. Aber ich habe mich selbst in einen Situation gebracht, die eine Rückkehr in absehbarer Zeit nahezu unmöglich macht. Mein Kopf sagt nein, mein Bauch und meine Seele sagen ja. Bevor ich nun wieder in eine Depriphase gerate, höre ich lieber auf.

Ein zweiter Teil folgt noch

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Twitter-Glühweintrinken in Berlin + Hamburg

Erstellt von LuNe am Montag 1. Dezember 2008

 Wer Lust und Laune hat, kann sich mal bei Websenat umschauen. Er ruft auf zu einem Event "Twitter-Glühweintrinken", (leider) nur in Berlin. Naja, man muß ja nicht unbedingt ein Twitterer sein.
Du weißt nicht was Twitter ist? Guckst du hier.
Nebenbei bemerkt: Erster mit einem solchen Event war Hamburg. Dort gibt es auch wieder ein Glühweintrinken.

Oh man, leider komme ich erst am 23.12.2008 nach Berlin. Da ist dann wohl schon alles vorbei.

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